Der Hackschnitzelbrenner des Typs HG Hack 100 - 1000 sind oberirdisch gemauerte, „adiabatische“ Vorschaltfeuerungen, die für die Verbrennung von Brennstoffen mit einem erhöhten Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 60 % ausgelegt sind. Die Brennstoffverbrennung sowie der Ascheaustrag sind in den Hackschnitzelbrenner vollständig automatisiert. Als Brennstoff können Pellets, Holzhackschnitzel der Körnung G30, G50, G100 mit einer Feuchtigkeit von bis zu 60 %, Obstkerne sowie sonstige zerkleinerte Biomasse verbrannt werden. Der Brennstoff wird dem Hackschnitzelbrenner über einen Schneckenförderer zugeführt, deren Endstücke aus feuerfestem Edelstahl gefertigt sind. Der Innenraum des Hackschnitzelbrenners ist vollständig mit feuerfestem Beton Zvezda 10 ausgemauert. Wenn sich dieser erwärmt, strahlt er die Wärme zurück in den Hackschnitzelbrenner, trocknet den feuchten Brennstoff vor und fördert so die Verbrennung. Zwischen den Blöcken des feuerfesten Betons ist ausreichend Spiel gelassen, um die thermischen Ausdehnungen des Betons aufzunehmen.
Die für eine möglichst hochwertige Verbrennung erforderliche Primär- und Sekundärluft wird über Mitteldruck-Radialventilatoren des Typs SRV zugeführt. Diese sind so dimensioniert, dass sie ausreichend Luft für die vollständige Verbrennung und Fluidisierung des Brennstoffs bereitstellen. Die Primärluft wird unterhalb der Verbrennungsroste eingebracht. Bevor diese Luft vom Ventilator angesaugt wird, strömt sie um den erwärmten feuerfesten Beton, erwärmt sich dabei und wird so vorgewärmt in den Hackschnitzelbrenner eingespeist. Dies führt zu einer deutlich besseren Verbrennungsqualität. Die Sekundärluft wird tangential am Austrittsstutzen des Hackschnitzelbrenners eingeblasen. Das bewirkt eine Verwirbelung der Abgase und ein besseres Nachbrennen. Die Sekundärluft wird bei Bedarf auf Basis der Messwerte einer Lambdasonde am Kesselaustritt zugeführt.
Am Hackschnitzelbrenner selbst sind 5 Schneckenförderer für den Ascheaustrag verbaut. Die ersten beiden, wassergekühlten Schneckenförderer fördern die Asche aus der Nachbrennzone ab. Das Kühlwasser für die Schnecken wird aus der Kaltzone des Kessels entnommen und, nachdem es die Schnecke gekühlt hat und auf einen bestimmten Wert erwärmt wurde, zurück in die Warmzone des Kessels geleitet. Zwei weitere Schneckenförderer transportieren die Asche ab, die nach der Verbrennung durch den Verbrennungsrost fällt, während der letzte, fünfte Schneckenförderer die gesamte Asche aufnimmt und zu einem speziellen Ascheauffangbehälter befördert.
Für eine optimale Wärmeübertragung und maximale Systemeffizienz werden die Hackschnitzel mit passenden Kesseln der Typen HG MEGA, HG ENERGY kombiniert. Im System muss zwingend ein Saugzugventilator (Rauchgasventilator) vorhanden sein, der das gesamte System im Unterdruck hält und dadurch das Risiko eines Rückbrands vom Hackschnitzelbrenner in den Brennstoffbehälter minimiert. Als zusätzlicher Rückbrandschutz ist an den Rohren der Schneckenförderer eine Feuerlöschanlage montiert, die im Bedarfsfall über Einspritzdüsen Wasser in das Schneckenrohr einbringt und so das Feuer löscht. Der Hackschnitzelbrenner ist durch Schichten aus Vermiculit und Tervol (Steinwolle) gut isoliert, sodass an seiner Oberfläche keine Verbrennungsgefahr besteht.
Die Automatikanlage steuert den Betrieb des gekoppelten Kessel- und Hackschnitzelbrennersystems auf Basis der Signale von Wassertemperaturfühler, Rauchgastemperaturfühler und Lambdasonde. Sie sendet entsprechende Steuerbefehle an die Stellglieder (Schneckenförderer, Ventilatoren etc.) und gewährleistet so eine qualitativ hochwertige Verbrennung selbst bei Brennstoffen minderwertiger Qualität.
Leistungsklassen: 1000 - 10.000kW
Liefer- und Fertigungszeit: 90 Tage
top of page
€0.00Price
VAT Included
bottom of page

